KSV Ketsch verliert in Nieder-Liebersbach

Ausschlaggebend war u.a. die 0:1 Niederlage (7:8 Wertungen) seines Sohnes Robin gegen Sören Stein, wo der Trainer bei der ersten Aktion eine „Vier“ für seinen Athleten sah, der Kampfleiter jedoch diese Wertung an Stein vergab. Weiter sah er in Ümit Kahyaoglu beim 3:7 gegen den Bulgaren Stefan Bonev den aktiveren Athleten, dessen Bemühungen jedoch nicht gewertet wurden. Höhepunkt für Laier war dann die Diaqualifikation von Özkan Bas mit seinem Gegner Simon Schmitt. „Özkan ist bei den Kampfleitern für seine harte Ringweise schon bekannt, er lässt sich aber immer wieder provozieren“, halfen alle Ermahnungen des Trainers an seinen Athleten nicht: Zehn Sekunden vor Kampfende sprach der Mattenleiter gegen beide Ringer die „Disqualifikation“ aus, damit war der Kampf zugunsten der SVG Nieder-Liebersbach (7:15) bereits entschieden. Zum Abschluss konnte Kevin Schnepf mit einem technischen Punktsieg noch für Ergebniskosmetik sorgen.

Die übrigen Kämpfe entsprechen den Erwartungen von beiden Seiten: So die Punkterfolge für die Ketscher Kai Schuler sowie der beiden Polen Mariusz Walkowiak und Marcin Milkowski. Geschwächt war der KSV Ketsch im Odenwald angetreten, denn Christoph Ries erhielt am gleichen Abend in Mannheim seinen Meisterbrief und musste deshalb dem KSV absagen, Ries hätte gegen Florian Otto mehr Paroli bieten können als Ersatzmann Tim Geier (2:17). Einkalkuliert war beim KSV die Niederalge des jungen Kevin Lindemann bei seinem Debüt gegen Daniel Layer, der schon mehrfach bei Meisterschaften Erfolge nachweisen kann wie auch von Hikmet Akyol gegen Serhat Devici.

Nichts zu holen gab es in Nieder-Liebersbach auch für die Reserve des KSV Ketsch, die mit 12:28 gegen den Tabellenführer der Landesliga unterlag. Erfolgreich auf Ketscher Seite Noah Reister mit zwei Punkterfolgen, sowie Marco List und Christian Eberwein mit je einem Schultersieg. Der KSV Ketsch kann am kommenden Samstag mit einem Heimerfolg gegen die Reserve des Bundesligisten SV Germania Weingarten wieder Punkte gut machen, ehe der Spitzenreiter KSV Schriesheim erwartet wird.